Staatliche Unternehmensförderung sichern

Wer sich in Deutschland selbstständig machen möchte, der kann auf staatliche Förderung hoffen, wenn er es denn richtig anstellt. Es gibt unterschiedliche Formen der Förderung. Zum einen gibt es den Existenzgründerzuschuss. Dieser kann den Schritt in die Selbstständigkeit, vor allem wenn man vorher in einem Angestelltenverhältnis war, ungemein erleichtern. Aber um die staatliche Förderung zu erhalten, gibt es unzählige Auflage, die man erfüllen muss.

Wenn man vor der Selbstständigkeit arbeitslos war, dann zahlt die Agentur für Arbeit die ersten neun Monate. Das hört sich im ersten Moment toll an, wenn man aber genauer hinsieht, dann gibt es schon die ersten Haken. Die Förderung, die man von der Agentur erhält, ist nicht besonders hoch. Stolze 900 Euro sind es in den ersten 6 Monaten. Davon müssen nicht nur die Kosten für Lebensunterhalt und Krankenversicherung bezahlt werden, sondern auch alles, was mit der Neugründung zu tun hat. Da bleibt nicht mehr viel. Des Weiteren ist es nicht erlaubt, nebenbei noch einer anderen Tätigkeit nachzugehen, wenn das Geld nicht reichen sollte. Geld gibt es vor allem nur dann, wenn der Arbeitslose noch mindesten 90 Tage Arbeitslosengeld I beantragen kann und in den letzen zwei Jahren mindestens zwölf Monate in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hat. Hat man jedoch selbst das vorherige Arbeitsverhältnis gekündigt, um sich selbstständig zu machen, muss man wie immer mit einer Sperrzeit von drei Monaten rechnen. Wer nach dem Zuschuss trotzdem fällt, wird diesmal nicht mehr aufgefangen. 

Die ZIM-Förderung ist speziell auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten

Die ZIM-Förderung ist speziell auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten

Zum anderen gibt es mittlerweile noch die ZIM-Förderung. Dabei bedeutet ZIM „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“. Diese Art der Förderung richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen, die bis zu 250 Mitarbeiter haben. Das ZIM bezeichnet sich selbst als ein bundesweites Technologie- und branchenfreies Förder- und Forschungsprogramm. Ziel dieser Förderung ist die Innovation sowie die nachhaltige Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit für Handwerk und unternehmerisch tätig freie Berufe. Es werden sowohl Einzelprojekte wie auch Kooperationsprojekte gefördert. Die Förderung beläuft sich auf knapp 350.000 Euro nicht rückzahlbaren Zuschusses, in Form einer Anteilsfinanzierung, die aber nur gewährleistet wird, wenn das Unternehmen die angestrebten Umsätze verzeichnen kann.

Förderung hin oder her, im Großen und Ganzen sollte man stets das kleingedruckte lesen, denn der Staat verschenkt nichts, schon gar kein Geld. Im Falle der Existenzgründer wurde dieses System ledigliche eingeführt, um die Schwarzarbeit einzudämmen. Schließlich muss man von dem „geschenkten Geld“ nicht nur Leben, sondern kann auch gleich seine Steuern mitbezahlen. Am Schluss hat man nicht mehr als vorher. Zur Selbstständigkeit gehört einfach mehr, als nur eine staatliche Förderung. Wer die Förderung annimmt, der verpflichtet sich auch dem Staat gegenüber.

Tags: , , , ,

Antworten hinterlassen

E-Mail wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind gekennzeichnet *

*
*