Der Sekundenschlaf- tödliche Gefahr!

Was ist der Sekundenschlaf?

Der Sekundenschlaf kann als Müdigkeitsattacke aufgefasst werden, die den Betroffenen kurz einnicken lässt. Vor allem Schlafstörungen und eintöniges Arbeiten können dazu führen, dass man dem Sekundenschlaf zum Opfer fällt. Besonders tückisch ist die Tatsache, dass man nicht unbedingt die Augen geschlossen haben muss, denn es gibt auch viele Fälle, bei denen die Fahrer einfach mit offenen Augen einnicken. Normalerweise ist das Einnicken mit offenen Augen ein deutliches Zeichen für vollkommene Übermüdung. Der Grund ist einfach. Schläft eine Person mit offenen Augen, bedeutet dies, dass das Gehirn langsam abgeschaltet hat, weil es dringend Ruhe gebraucht hat. In diesem Fall kann man von einer Überbelastung des Gehirns reden, in dem diesem kein Schlaf vergönnt wurde.

Ursachen für den Sekundenschlaf

Wie oben schon einmal anklungen ist, kann der Sekundenschlaf als Reaktion auf eine starke Übermüdung erfolgen. In diesem Fall ist er mit einer Notbremse vergleichbar. Körper und Gehirn des Betroffenen sind so überreizt, dass die Körperleistung nur noch heruntergefahren werden kann. Das Resultat aus diesem Abbau ist der Sekundenschlaf. Eine andere Ursache ist monotones Arbeiten. Hierbei kann es ebenfalls zu Müdigkeitsattacken kommen. Besonders anfällig wird eine Person dann, wenn die Arbeit noch von monotonen visuellen und akustischen Reizen untermauert wird.

Auswirkungen und Anzeichen

Der Sekundenschlaf selber ist nicht direkt vorherzusehen. Dennoch gibt es deutliche Anzeichen, die sich einfach durch die Müdigkeit bemerkbar machen. In vielen Fällen nimmt die Sehfähigkeit deutlich ab. Sollte man dies beispielsweise während einer Fahrt auf der Autobahn feststellen, ist es dringend notwendig, eine Pause einzulegen. Darüber hinaus gibt es noch einige andere Anzeichen, die auf übermäßige Müdigkeit schließen lassen. Oft können Informationen nicht mehr deutlich analysiert werden. Sie werden falsch eingeordnet und bewertet. Vermutlich ist dies ein Resultat aus stark abnehmender Aufmerksamkeit und Auffassungsgabe. Eine weitere Folge daraus, ist eine wachsende Reaktionszeit. Gerade auf der Autobahn kann dies verheerende Folgen haben.
All diese Symptome werden noch durch eine erhöhte Reizbarkeit ergänzt.

Das Problem bei den oben aufgezählten Anzeichen ist allerdings, dass sie in der Regel nur von Dritten wahrgenommen werden. Es gibt aber auch ganz eindeutige körperliche Anzeichen, denen man folgen kann. Wenn man sehr müde wird, kommt es unweigerlich zu einer erhöhten Gähnaktivität. Einigen Menschen wird sogar kalt oder sie bekommen Kopfschmerzen. In machen Fällen tritt sogar der Tunnelblick auf.
Die Faustregel muss sein, dass man in all diesen Fällen unbedingt eine Pause einlegt, da, wie oben bereits geschrieben, der eigentliche Sekundenschlaf nicht genau vorherzusehen oder gar zu kontrollieren ist.

Gegenmaßnahmen

Die beste Gegenmaßnahme gegen den Sekundenschlaf ist natürlich das Pausieren. Dies sei an dieser Stelle allen Betroffenen ans Herz gelegt. Natürlich gibt es einige Tricks, die einem weiterhelfen und die man zumindest kennen sollte. Schließlich kann es einem auf einer Autobahn auch passieren, dass die nächste Anhaltemöglichkeit noch einige Kilometer entfernt ist. In diesen Fällen kann man verschiedene Methoden anwenden, um sich wach zu halten. Oft hilft es, dass Fenster ein wenig zu öffnen und frische Luft in das Auto zu lassen. Damit steht wieder mehr Sauerstoff im Wageninneren zur Verfügung und dieser regt schließlich die Körperfunktionen an. Des Weiteren hilft Kaffee. Im Umgang mit Kaffee sollte man jedoch vernünftig sein. Dieser entfaltet nur eine kurzfristige Wirkung. Aus diesem Grund könnten Menschen veranlasst werden, einfach viel Kaffee zu trinken, um die Wirkungsdauer zu vergrößern. Dies ist aber aus zwei Gründen falsch. Erstens kann Kaffee gesundheitliche Schäden hervorrufen. Zweitens gibt es einen Punkt, an dem auch der Kaffeegebrauch keinen Nutzen mehr hat.
Es werden auch einige Maßnahmen angepriesen, die aber nicht so vorteilhaft sind, wie einige vielleicht glauben möchten. Eines der Beispiele hierfür, ist die Idee, bei Müdigkeit einfach die Musik lauter zu machen. Dieser Vorschlag ist kritisch, da die Musik eher dazuführt, dass die ohnehin schwache Aufmerksamkeitsbereitschaft noch weiter abnimmt. Es wird also dringend von dieser Idee abgeraten.

Vorausschauend agieren

Wer weiß, dass er noch einen recht weiten Weg mit dem Auto zurücklegen muss, der sollte vorrausschauend agieren. Wenn man es vermeiden kann, sollte man natürlich nicht nachts fahren, denn zu dieser Zeit ist die Körperbelastbarkeit auf dem Minimum. Muss man jedoch trotzdem nachts auf die Autobahn, sollte man vorher einige Dinge beachten. Medikamente, die man vorher einnehmen möchte, sollten genaustens auf ihre Nebenwirkungen untersucht werden. Außerdem sollte schweres Essen vermieden werden und es hilft sicherlich weiter, nicht im Wagen zu rauchen. Dies führt zu einer stickigen Luft, die den Körper zusätzlich ermüden lässt.

Zusammenfassend ist der Sekundenschlaf nur für all diejenigen ein Problem, die sich nicht auf dieses Thema vorbereiten. Wenn man besonnen und vorausschauend handelt, kann man den Müdigkeitsattacken aus dem Weg gehen. In diesem Sinne allen eine gute und unfallfrei Fahrt!

 

 

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